Häufig gestellte Fragen

Thema: Klavierstimmung

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Thema: Klang

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Thema: Zustand

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Thema: Bester Platz in der Wohnung

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Thema: Kauf eines Gebrauchten

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Thema: Klavier selber stimmen

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Die Antworten:

Ist der Unterschied zwischen einem verstimmten und einem gestimmten Klavier deutlich hörbar?

Ich habe Ihnen hier verschiedene Aufnahmen eines Klaviers aus deutscher Produktion vor und nach der Stimmung vorbereitet. Damit Sie ganz individuell ermitteln können, wie groß für Sie der Unterschied ist, sollten Sie sich von der jeweiligen Datei zuerst die Aufnahmen des verstimmten und anschließend des gestimmten Klaviers anhören. Sie können aus folgenden Dateien wählen:

  • Das Klavier über 7 Oktaven durchgespielt.
  • Die Terzen in der mittleren Oktave hintereinander gespielt.
  • Die Oktaven der Reihe nach in der Mitte beginnend nach oben bis zum c5 und dann nach unten bis zum A2.
  • Das „Praeludio“ in Akkorden gespielt, da man hier den Unterschied deutlicher hört.

Zu den Tonaufnahmen ist anzumerken, dass das Klavier anfangs nicht nur verstimmt sondern darüber hinaus auch zu tief war (432 Hertz). Es wird Ihnen beim direkten Vergleich der Aufnahmen sicherlich auffallen, dass es beim zweiten Mal nicht nur stimmig sondern auch höher (440 Hertz) klingt.

Dieser Vergleich ist für alle von besonderem Interesse, die von sich selbst behaupten, sie hätten kein musikalisches Gehör. Denn immer wieder bemerken diese angeblichen Schlecht-Hörer nach dem Klavierstimmen freudig, dass sie viel besser hören, als sie es sich zugetraut haben!


Verstimmt

Gestimmt

Zu den Fragen Ursachen der Verstimmung

Warum verstimmt sich ein Klavier?

Ein Klavier besteht im Wesentlichen aus Holz und Metall. Auf alle Teile aus Holz hat die Luft-Feuchtigkeit einen starken Einfluss. Wenn die Luft-Feuchtigkeit erhöht ist, dann steigt auch die Holz-Feuchtigkeit an. Mit zunehmender Holz-Feuchtigkeit dehnt sich das Holz aus. Umgekehrt zieht sich das Holz bei Trockenheit zusammen. Mit der Veränderung der Luft- und somit der Holz-Feuchtigkeit muss das Klavier höhere und niedrigere Spannungen verarbeiten. Diese Spannungs-Schwankungen wiederum bewirken ein Verstimmen. Die Spannungsänderungen führen nämlich zu einer Störung der Ausgeglichenheit (= Harmonie!) der Saitenspannung. Informieren Sie sich über die Ursachen einer Ver-Stimmung!

Zu den Fragen Häufigkeit der Klavierstimmung

In welchen Zeiträumen verstimmt sich ein Klavier?

Grundsätzlich steht die Verstimmung im Zusammenhang mit der Belastung. D.h., umso intensiver ein Klavier oder Flügel bespielt werden, desto schneller verstimmt sich das Instrument. Entsprechend der Dynamik der Spielart des Pianisten bzw. der Pianistin können sich einzelne Töne innerhalb des Konzerts verstimmen. An Musikhochschulen werden die Flügel teilweise 14-täglich gestimmt! Hier werden die Instrumente aber wirklich von Professoren und Studenten 12 Stunden am Tag bearbeitet. Durch häufiges und hartes Anschlagen verändert sich logischerweise die Saitenspannung.

Darüber hinaus verstimmt sich auch ein nicht gespieltes Klavier im Verlauf eines Jahres. Die Ursache für die Verstimmung ist die im Jahresverlauf schwankende Luft-Feuchtigkeit, die sich wiederum auf die Holz-Feuchtigkeit auswirkt.

Zu den Fragen Schwankungen der Luftfeuchtigkeit

Wie oft sollte ein Klavier gestimmt werden?

Aufgrund der Schwankungen der Luftfeuchtigkeit im Zusammenhang mit den wechselnden Jahreszeiten, sollte man das Klavier jährlich mindestens einmal stimmen lassen. Die Anforderungen an die Häufigkeit schwanken je nach Belastung durch das Klavierspiel. Dem Hobbyspieler genügt es in der Regel, das Klavier einmal jährlich stimmen zu lassen. Wer intensiv sein Instrument nutzt, wird es schon zweimal jährlich stimmen lassen. Institutionen wie Klavier- oder Hochschulen lassen Ihre Instrumente wegen der höheren Belastung entsprechend häufiger stimmen.

Für die Stimmhäufigkeit sind neben der Belastung durch die Intensität des Klavierspiels die Konstruktion des Klaviers sowie der Platz in der Wohnung von Bedeutung. In der Wohnung empfiehlt sich ein Platz mit ausreichendem Abstand sowohl zum Heizkörper als auch zum Fenster. Theoretisch chancenlos sind Klaviere gegenüber der Fußbodenheizung, denn da steht das Instrument ja direkt auf der Heizung. Aufgrund einer Fortbildung des BDK („Bund Deutscher Klavierbauer e.V.“) habe ich jedoch erfahren, dass ein Hersteller aus dem fränkischen Raum serienmäßig (!) seine Klaviere mit einem Fußbodenheizungsschutz ausstattet.

Außerdem sollte das Klavier an einer Innenwand stehen, um vor extremen Witterungsschwankungen geschützt zu sein. Mit einer solchen Platzierung versuchen Sie Ihr Klavier vor starken Schwankungen der Luft-Feuchtigkeit zu schützen. Denn starke Schwankungen der Luft-Feuchtigkeit führen auch zu Schwankungen der Holz-Feuchtigkeit. Eine stärkere bzw. schwächere Holz-Feuchtigkeit führt zu einem stärkerem bzw. schwächeren Resonanzbodendruck (siehe das Bild „hohe Luft-Feuchtigkeit“ von der Seite „Warum verstimmt sich ein Klavier?“).

Bei der Konstruktion ist vor allem der Faktor der Stabilität zugunsten des Resonanzbodendrucks hervorzuheben. Grundsätzlich haben Klaviere mit mehreren Rasten (siehe Bilder 1-3) eine höhere Stabilität als Klaviere mit weniger bzw. ohne Rasten. Mit „Rasten“ bezeichnet man die zusätzliche Stabilisierung des Rahmens, der als Auflage für den Resonanzboden dient. Zwar gibt es seit Längerem den Trend, die Rasten durch eine stärkere Gussplatte einzusparen. Jedoch zeigt die Praxis, dass der Rasten neben dem Lager für den Resonanzboden die nicht unterschätzende Funktion hat, auch der Gussplatte eine stabile Auflage zu bieten. Von außen erkennbar ist ferner die Anzahl der so genannten „Rippen“ auf der Rückseite des Resonanzbodens. Die Stabilität des Resonanzbodens ist insofern von Bedeutung, als die Wölbung des Resonanzbodens der Saitenspannung einen Gegendruck liefern muss.

Bild 1
Bild 2
Bild 3
Klavier mit rastenloser Bauweise
Klavier mit 2 Rasten
Klavier mit 3 Rasten
Rastenlose Bauweise
2 Rasten
3 Rasten

Wenn man sein Klavier über mehrere Jahre nicht stimmen lässt, führt dies zu einer schwächeren Spannung der Saiten, die als eine niedrigere Tonhöhe hörbar wird. Das Anheben der Tonhöhe ist ein Mehraufwand. Der Mehraufwand beinhaltet Risiken und höhere Kosten. Bei einem älteren Klavier können die Saiten reißen. Um Ihr Klavier bei nur einem einzigen Kundenbesuch höher stimmen zu können, benötigt der Klavierstimmer ein hohes Maß an Erfahrung und eine spezielle Technik. Andernfalls muss Sie der Klavierstimmer zwei- oder sogar dreimal besuchen. Fragen Sie also zumindest vorher, ob und wie der Klavierstimmer Ihrer Wahl diese Mehrleistung des Höherstimmens berechnet und wie oft er meint, Ihr Klavier stimmen zu müssen, bis es die höhere Spannung dauerhaft hält!

Zu den Fragen Der Ausgangspunkt der Klavierstimmung

Was ist eigentlich der so genannte "Kammerton"?

Der so genannte „Kammerton“ ist der Ton a1. Um den Instrumentenbauern eine Orientierung zu geben, hat man sich 1939 für den Kammerton auf die Norm von 440 Hertz geeinigt. Das bedeutet, die „Norm“ ist kein absolutes sondern ein willkürlich festgelegtes Maß. Da man vorher keine Norm hatte, wurden die Instrumente für einen höheren oder tieferen Kammerton konstruiert. In der Folge wurden Klaviere mit dickeren bzw. dünneren Saiten gebaut, die auch heute noch spielen. Die Klaviere mit den dickeren Saiten waren für eine niedrigere Tonhöhe konstruiert. Beim Stimmen der dickeren Saiten kommt man schneller an ihre Zerreißgrenze als bei dünneren Saiten. Dieser Hintergrund ist wichtig, wenn man ältere Klaviere stimmt. Denn diese sind nicht oder nur mit einem größeren Risiko (reißende Saiten) auf 440 Hertz zu stimmen. Um dieses Risiko auszuschließen, empfiehlt es sich, ältere Klaviere tiefer zu stimmen.

Weitere Informationen über die Klavierstimmung sowie die Technik des Stimmens finden Sie auf meiner Homepage zum Thema www.klavier-stimmen.de.

Zu den Fragen Grenzen der Grundtonhöhe für ältere Instrumente

Können alle Klaviere gleichermaßen auf die aktuelle Tonhöhe von 440 Hertz gestimmt werden?

Nein, man kann nicht alle Klaviere auf 440 Hertz stimmen. Die Konstruktion des Klaviers, die Saitenstärken und der Zustand vor allem der Saiten sind hier ausschlaggebend. Außerdem wurde die Festlegung des Kammertons auf 440 Hertz erst 1939 beschlossen. Ältere Klaviere sind daher häufig für niedrigere Tonhöhen konstruiert worden. Diese Klaviere müssen tiefer gestimmt werden.

Das Hochziehen auf 440 Hertz ist darüber hinaus auch kritisch bei Saiten, die bereits leicht angerostet sind sowie bei Klavieren mit stärkeren Saiten. Dies betrifft neben den vor 1939 gebauten Klavieren vor allem so genannte „Kleinklaviere“ (Höhe 1,07 – 1,10 m) aus dem Zeitraum circa zwischen 1950 bis 1970. Bei diesen „Kleinklavieren“ hat man zwar in der Mittellage und im Diskant dünnere, jedoch im Bass dickere Saiten verwendet. Während man den Diskant problemlos hochziehen kann, ist jedoch das Risiko eines Saitenabrisses im Bass sehr hoch.  Grundsätzlich führen Saitenabrisse zu erheblichen Mehrkosten, da man für die gerissenen Saiten erst Ersatz besorgen und die neuen Saiten anschließend aufziehen und mehrfach einstimmen muss. Solche Klaviere sollten daher tiefer gestimmt werden.

Zu den Fragen Zusammenhang zwischen Kammerton und dem Ziel des Musizierens

Soll ein Klavier unbedingt auf 440 Hertz gestimmt werden?

Wenn Sie Klavier ohne Begleitinstrument spielen, ist es nicht ungedingt notwendig, die Tonhöhe auf 440 Hertz anzuheben. Die Tonhöhe von 440 Hertz für den so genannten „Kammerton“ (a1) ist schließlich keine absolute Tonhöhe sondern eine willkürliche Absprache, zu der man erst im Jahr 1939 gekommen ist. Sie dient vor allem der Orientierung im Instrumentenbau.

Die Tonhöhe Ihres Klaviers sollte 440 Hertz betragen, wenn z.B. Ihr Kind eine intensive musikalische Ausbildung macht oder z.B. Sie selbst in einem Chor singen. So genannte „Gehör-Diktate“ und andere Maßnahmen zur „Gehör-Bildung“ im Rahmen einer musikalischen Ausbildung orientieren sich dann natürlich an der Tonhöhe von 440 Hertz.

Zu den Fragen Konstante Umgebungsbedingungen helfen bei der Stimmhaltung

Kann ich etwas dazu beitragen, dass mein Klavier die Stimmung länger hält?

Ja, Sie können etwas zur Stimmhaltung Ihres Klaviers beitragen, wenn Sie für eine ausgeglichene Luft-Feuchtigkeit sorgen. Hinsichtlich des Platzes in Ihrer Wohnung, an dem Sie das Klavier aufstellen, bedeutet dies: Stellen Sie Ihr Klavier weder direkt neben einen Ofen, der ungleichmäßig heizt, noch in die unmittelbare Nähe Ihrer Balkon- oder Terrassentür! Zugluft ist nämlich immer trockene Luft. Bewegte Luft ist zusätzlich in besonderem Maße imstande, der Umgebung – und somit auch dem Holz Ihres Klaviers - Feuchtigkeit zu entziehen!

Ob Ihr Klavier ausreichend Luft-Feuchtigkeit bekommt und ob Sie daher etwas unternehmen müssen oder nicht, können Sie am Einfachsten feststellen, indem Sie die Luft-Feuchtigkeitswerte messen. Kaufen Sie sich einen digitalen Luft-Feuchtigkeitsmesser (Hygrometer), den Sie in der Nähe Ihres Klaviers aufstellen oder aufhängen. Luft-Feuchtigkeitsmesser gibt es preisgünstig zusammen mit Temperaturanzeigern (Thermometer). Wenn der Wert für die Luft-Feuchtigkeit über 40 Prozent liegt, brauchen Sie nichts zu unternehmen. Deutlich unter 40 Prozent können alle Teile aus Massivholz reißen. Daher sollten Sie dann Maßnahmen ergreifen, um die Luft-Feuchtigkeit zu erhöhen. Je nach Raumgröße geht das einfach mit einer Schale Wasser auf der Heizung oder mit Pflanzen im Raum, die regelmäßig gegossen werden. Bei größeren Räumen sollten Sie sich über einen entsprechenden Raum-Luft-Befeuchter informieren. Ob Ihre Maßnahmen ausreichend waren, können Sie mit einem Blick auf das Hygrometer kontrollieren!

Übrigens: Digitale Hygrometer sind besser als die früher üblichen so genannten „Haarhygrometer“! Die ermittelten Werte sind exakter und Schwankungen der Luft-Feuchtigkeit werden wesentlich schneller erfasst und wiedergegeben.

Zu den Fragen Wann erzielt man die beste Stimmhaltung?

Zu welcher Jahreszeit empfiehlt sich eine Klavierstimmung?

Genau genommen stimmt man das Klavier am Besten im Sommer. Denn im Sommer sind die Bedingungen bezüglich der Luft-Feuchtigkeit innerhalb und außerhalb der Wohnungen weitgehend identisch. Außerdem wird dem Klavier im Sommer aufgrund der höheren Temperatur auch eine höhere Luft-Feuchtigkeit geboten. Die Trockenheit der Luft im Winter, die durch die Heizung verstärkt wird, bewirkt die stärksten Belastungen am Holz.

Dazu muss man wissen, dass die Klaviere und auch Flügel so konstruiert sind, dass die Schwingungen der Saiten über den Steg auf den Resonanzboden übertragen werden. Damit die Schwingungen übertragen werden können, ist der Resonanzboden so geformt, dass der Steg am höchsten Punkt liegt. Dies bedeutet, dass die Saiten über den Steg auf den Resonanzboden drücken, der somit unter Spannung gesetzt wird. Diese Spannung wiederum verleiht dem Resonanzboden die spezielle Fähigkeit als Resonanz-Körper, der ein Verstärker der Saitenschwingung ist. Der Resonanzboden liegt auf einem Holzrahmen. Wenn man berücksichtig, dass die niedrigere Luft-Feuchtigkeit eine geringere Holz-Feuchtigkeit zur Folge hat, und dies dazu führt, dass sich Holz zusammenzieht, dann wird klar: Wenn der Holzrahmen und der Resonanzboden aufgrund der geringen Luft-Feuchtigkeit leicht schrumpfen und daher der Resonanzboden über den Steg weniger Gegendruck zu den Saiten liefert, dann lässt auch die Spannung der Saiten nach. Die geringere Spannung der Saiten ist als ein tieferer Ton messbar. Und da die Saiten ungleichmäßig in der Spannung nachgeben, wird dieser Prozess als Ver-Stimmung hörbar.

Zu den Fragen Ist die Stimmbarkeit eine Selbstverständlichkeit?

Sind alle Klaviere gleich gut zu stimmen?

Nein, leider kann man nicht alle Klaviere gleich gut stimmen! Es gibt bei den Klavieren zu große Unterschiede in der Konstruktion, dem verwendeten Material sowie dem Wissen und Können der Klavierbauer. Entscheidend für den Klangkörper sind der Resonanzboden und die Stege. Wurden sie von Hand oder maschinell gefertigt? Entscheidend für die Reinheit des Tons ist das verwendete Saitenmaterial. Und schließlich stellt sich die Frage, ob die abschließende Feinabstimmung des Klangs durchgeführt worden ist. Diese Feinabstimmung kann man auch noch nachträglich durchführen. Hier liegt ein Ansatz, um das mögliche Stimmergebnis zu optimieren. Diese Feinabstimmung des Klangs leistet im Rahmen der so genannten „Intonation“ ein Abstimmen hörbarer Unterschiede im direkten Übergang von Ton zu Ton. Ferner beinhaltet dieser Arbeitsschritt die Möglichkeit, technische Fehlerquellen soweit möglich zu beheben. Dies kann verhindern, dass sich Verschleißteile vorzeitig einseitig abnutzen. Damit können erhebliche Kosten eingespart werden!

Zu den Fragen Gibt es eine Stimmtechnik zur Optimierung der Stimmhaltung?

Kann der Klavierstimmer etwas dazu beitragen, dass mein Klavier die Stimmung länger hält?

Ja, der Klavierstimmer kann das Ergebnis optimieren. Natürlich muss er wissen, wie das geht, und er sollte die Möglichkeit gehabt haben, mit dieser speziellen Technik ausreichend Erfahrung zu sammeln. Zugunsten seiner Kunden sowie im Interesse des maximalen Ergebnisses (Stichwort Superstimmung) sollte er darüber hinaus an den neuesten Erkenntnissen und technischen Entwicklungen praktisch interessiert sein.

Zu den Fragen Gibt es das absolute Gehör?

Sollte der Klavierstimmer ein absolutes Gehör haben?

Da die Tonhöhe frei wählbar ist, gibt es keine absoluten Tonhöhen und daher auch kein absolutes Gehör. Das ist vielleicht auf Anhieb schwer zu glauben, jedoch leicht zu beweisen: Der so genannte „Kammerton“ (a1) schwankte im Verlauf der letzten zwei Jahrhunderte meistens zwischen 415 und 461 Hertz. Diese Schwankungen waren willkürliche Festlegungen, die ja nicht möglich gewesen wären, wenn es eine absolute Tonhöhe geben würde. Wegen der Vielzahl an unterschiedlichen Tonhöhen bemühte man sich um eine Normierung. Dies gelang mit der Festlegung auf 440 Hertz für den Kammerton a1 erstmals 1939 (!) in London.

Aber auch bei den Leistungen des Gehörs gibt es individuelle Unterschiede. Neben unmusikalischen gibt es auch musikalische Menschen. Wer eine Beziehung zur Musik hat, der wird die Feinheiten der Musik besser hören können. Die Beziehung zur Musik ergibt sich in der Regel durch die Eltern. Neben Talenten gibt es in der Natur immer wieder Genies.

Weitere Informationen über die Klavierstimmung sowie die Technik des Stimmens finden Sie auf meiner Homepage zum Thema www.klavier-stimmen.de.

Zu den Fragen Wie viel Zeit muss man für eine Klavierstimmung einplanen?

Wie viel Zeit benötigt eine Klavierstimmung?

Die für eine Klavierstimmung nötige Zeit hängt von dem Grad der Verstimmtheit und dem allgemeinen Zustand des Klaviers ab. In der Regel dauert eine Klavierstimmung zwischen ein und eineinhalb Stunden.

Sollte ein Klavier längere Zeit nicht mehr gestimmt worden sein, so muss es wahrscheinlich erst höher gestimmt werden. Dies erfordert einen zusätzlichen Zeitaufwand.

Wenn an dem Klavier zusätzlich eine Feinabstimmung des Klangs durchgeführt werden soll, dann muss man dafür weitere Zeit einplanen. Grundsätzlich haben Sie die Wahl, ob Sie nur eine Klavierstimmung oder zusätzlich eine Feinabstimmung des Klangs wünschen. Umgekehrt ist dies nicht möglich, denn eine Feinabstimmung des Klangs hat nur dann einen Sinn, wenn das Instrument gestimmt ist. Andernfalls lässt sich nicht beurteilen, worauf Klangunterschiede zurückzuführen sind.

Handelt es sich um einen Flügel, so braucht man für das Stimmen etwas mehr Zeit sowie für die Feinabstimmung des Klangs erheblich mehr Zeit. Der zeitliche Mehraufwand für die Feinabstimmung eines Flügels erklärt sich aufgrund der Tatsache, dass die Mechanik beim Flügel unterhalb der Saiten liegt und somit nicht wie beim Klavier direkt zugänglich ist.

Weitere Informationen über die Klavierstimmung sowie die Technik des Stimmens finden Sie auf meiner Homepage zum Thema www.klavier-stimmen.de.

Zu den Fragen Die Entwicklung der Stimmungen

Gibt es unterschiedliche Arten der Stimmung?

Ja, es gibt unterschiedliche Arten der Stimmung. Zum einen gibt es eine Vielzahl von historischen Stimmungen und zum anderen begann sich Ende des 18. Jahrhunderts die so genannte „Gleichtemperierte“ oder „Gleichschwebende Stimmung“ langsam durchzusetzen.

Die Geschichte der Stimmungen ist mit der Entwicklung der Musik und mit dem ästhetischen Empfinden für bestimmte Intervalle verbunden. Dementsprechend gab es innerhalb der verschiedenen Stimmungen Verschiebungen des so genannten „pythagoreischen Kommas“. Das pythagoreische Komma ist der mathematische Rest, den man erhält, wenn man von 12 reinen Quinten 7 reine Oktaven abzieht, von denen man annehmen könnte, dass sie den gleichen Tonraum abdecken. Der Zeitgeist forderte die Reinheit bestimmter Intervalle, die man eben für wichtig erachtete. Also verschob man diesen mathematischen Rest zu Gunsten der in der Hauptsache verwendeten und zu Lasten der selten gebrauchten Intervalle. Dies führte bei Stimmungen bis beinahe zum Jahr 1700 beim Tonartenwechsel zu Problemen. Die Komponisten waren somit in ihren Möglichkeiten eingeschränkt. Daher waren es auch die Komponisten, die sich für eine Weiterentwicklung der Stimmungen einsetzten.

Johann Sebastian Bach hat mit seinem „Wohltemperierten Klavier“ und der in diesem Zusammenhang gewählten Art der Stimmung einen entscheidenden Beitrag zur Lösung des Problems geleistet. Zwar war zu dieser Zeit die Gleichschwebende Stimmung noch unakzeptabel, die im Lauf der Zeit mehrfach erfunden worden ist. Aber Herbert Anton Kellner rekonstruierte eine Stimmung, die Bach vermutlich bei der Komposition des „Wohltemperierten Klaviers“ verwendet hat.  Mit dieser Stimmung kann man offensichtlich ohne größere Probleme in den 24 möglichen Tonarten spielen.

Die Gleichschwebende Stimmung ist eine so genannte „gleichstufige Stimmung“. Dagegen sind die Wohltemperierten Stimmungen „ungleichstufige Stimmungen“. Die „Ungleichstufigkeit“ hat zur Folge, dass jede Tonart ihren eigenen Charakter hat. Ferner gibt es innerhalb der Tonarten Intervalle mit einer geringeren und Intervalle mit einer höheren Spannung. Je reiner ein Intervall ist, umso geringer ist die darin enthaltene Reibung der beteiligten Töne. Umgekehrt gilt: Je unreiner ein Intervall ist, desto größer ist die wahrnehmbare Spannung. Natürlich gibt es bei dem Grad der Verstimmtheit Grenzen. Komponisten gestalteten ihre Werke mit diesen Gegebenheiten kreativ. Sie benutzten die Intervalle mit höherer Spannung, um die Dramatik an den entsprechenden Stellen der Komposition nachvollziehbar auszudrücken. Dieses Element ist bei der heute üblichen Gleichschwebenden Stimmung zugunsten des einwandfreien Wechsels der Tonarten auf der Strecke geblieben. Aufgrund der gleichmäßigen Verstimmung aller Intervalle außer der Oktave ist die Gleichschwebende Stimmung insgesamt aber auch eine lebhafte Stimmung, deren eigene Ästhetik sich schon längst als Norm für die „gute Stimmung“ durchgesetzt hat. Daraus kann man im Umkehrschluss formulieren, dass eine reine Stimmung für unsere Ohren zu langweilig klingt, da sie keine Spannung vermittelt. Unser Gehör liebt anspruchsvolle Herausforderungen. Wenn das nicht so wäre, gäbe es schon längst keine akustischen Instrumenten mehr. Denn der Ton einer natürlichen Klangquelle ist nun einmal ein komplexes Klanggebilde bestehend aus dem Grundton und zahlreichen Obertönen. Die Obertöne wiederum sind beim Klavier und Flügel ja auch etwas weiter als bei der harmonisch ganzzahligen Aufteilung gespreizt, was wiederum dem Klavier- und Flügelklang die besondere Note gibt. Passend zu diesem komplexen Klangbild erwartet unser Gehör auch keine spannungs- und reibungslose Stimmung. Das pythagoreische Komma als der Rest, der bei dem Versuch einer ganzzahligen Aufteilung übrig bleibt, ist eben nur in der Theorie ein „Fehler“. In der Praxis kann man damit vielfältig und konstruktiv sinnvoll umgehen. Die reine und somit theoretisch fehlerlose Stimmung reizt unsere Ohren nicht wirklich. Wir hören es lieber spannend!

Idealerweise wählt man die zum Zeitpunkt der Komposition passende Stimmung. Das Problem ist das entsprechende Hintergrundwissen. Denn man kann über den Zeitraum circa von 1700 bis 1850 kaum allgemeine Aussagen darüber machen, welcher Komponist welche Stimmung angewendet hat. Beim Wechsel von einem Stimmungssystem zum anderen kam es zu zeitlichen Überschneidungen. So wurde die mitteltönige Stimmung teilweise noch bis 1750 benutzt. Dabei gab es bereits seit 1691 die wohltemperierte Stimmung von Werckmeister. Die wohltemperierten Stimmungen wiederum wurden bis in das 19. Jahrhundert hinein gespielt. Die Gleichschwebende Stimmung wurde von Rameau aber bereits um 1737 als Stimmungssystem hauptsächlich unter der Verwendung von Quinten beschrieben. Jedoch gab es bei dem Versuch, erst die Cembali und dann vermehrt die Klaviere gleichschwebend zu stimmen das Problem mit den für das präzise Stimmen ungenauen Quinten, die ja nicht rein sondern „leicht“ unterschwebend gestimmt werden müssen. Das heißt, man hat zwar immer öfter versucht, die neue Gleichschwebende Stimmung zu erreichen, es aber tatsächlich über einen langen Zeitraum selten geschafft. Erst als man beim Stimmen zusätzlich die Terzen und Sexten eingesetzt hat, konnte man das angestrebte Ergebnis annähernd objektiv erreichen.

Da die Komponisten selbst mit den Stimmungen offensichtlich flexibel umgegangen sind und es darüber hinaus technisch über längere Zeit gar nicht möglich war, das angestrebte Ziel der schwierigen Gleichschwebenden Stimmung zu realisieren, sollte uns dies gleichermaßen zu einem offeneren Umgang mit dem Thema „Stimmung“ ermutigen. Erleben Sie neue Hörmuster mittels verschiedener historischer Stimmungen! Grundsätzlich liegen Sie bei der Wahl einer der Wohltemperierten Stimmungen richtig, da diese ja ebenso wie die heute übliche Gleichschwebende Stimmung die Möglichkeit des Musizierens in allen Tonarten bietet, wie das „Wohltemperierte Klavier“ von Johann Sebastian Bach beweist! Überhaupt sind Stimmungen ja nichts für die Ewigkeit. Probieren Sie doch jetzt die eine und das nächste Mal einfach eine andere Stimmung! Möglicherweise finden Sie auf diesem Weg Ihre ganz individuelle Stimmung, von der Sie sich positiv angesprochen fühlen!

Bringen Sie Stimmung in Ihr Leben!

Zu den Fragen Das Hörkriterium

Worauf muss man achten, um die Unterschiede zwischen verschiedenen Stimmungen erkennen zu können?

Welche Vorstellung haben Sie von der Methode, wie der Stimmer eine gute Stimmung erreicht? Vielleicht haben Sie ein ähnliches Bild vor Augen:

„Der Stimmer kommt mit einem Sack voll guter Töne. Die guten Töne lässt er bei Ihnen und nimmt dafür den Klangmüll der verbrauchten da verstimmten Töne mit.“

Das ist ein schönes Bild. Aber es hilft Ihnen kaum, wenn Sie wissen wollen, worauf Sie bei den Tonaufnahmen der nächsten Frage achten sollten, um daraus für sich den maximalen Nutzen ziehen zu können. Daher will ich Sie hier kurz in das bislang geheime Hörmuster eines Stimmers einführen:

Stimmer sind Spezialisten, die gelernt haben, auf ein bestimmtes Ereignis zwischen den Schwingungen zweier Saiten bzw. zweier Töne zu achten. Dieses „bestimmte Ereignis“ ist die so genannte Schwebung. Sie ergibt sich, wenn sich die Schwingungen zweier geringfügig verstimmter Töne überlagern. Die Schwebung macht sich als ein periodisches An- und Abschwellen der Lautstärke bemerkbar. Die Frequenz der Schwebung verändert sich mit der Veränderung der Reinheit zwischen den beiden Tönen. Sind die beiden Töne rein, ist keine Schwebung zu hören. Mit zunehmender Unreinheit werden die Schwebungen zwischen den Tönen immer schneller. Damit Sie diesen Vorgang als Laie nachvollziehen können, habe ich Beispiele vorbereitet. Sie hören zuerst eine reine Oktave und daher keine Schwebung. Dann verstimme ich den unteren Ton nach unten, wodurch die Oktave erweitert wird. Sie hören, wie anfangs langsame Schwebungen entstehen, die dann umso schneller werden, je mehr ich den unteren Ton nach unten verstimme. Umgekehrt ziehe ich dann den mittlerweile zu tiefen unteren Ton der Oktave wieder höher. Sie hören, wie die anfangs schnellen Schwebungen immer langsamer werden bis sie ganz verschwinden, wenn die beiden Töne rein sind. Dieses Muster wiederhole ich dann in jeweils einem eigenen Beispiel für die Quinte sowie für die Terz.

Wenn Sie sich anschließend die Tonaufnahmen der aktuellen gleichstufig temperierten sowie der historischen Stimmungen anhören, dann machen die Schwebungen den Unterschied zwischen den Stimmungen aus. Vor allem bei den historischen Stimmungen hören Sie hier innerhalb der chromatischen Aneinanderreihung, dass die Intervalle eben unterschiedlich schweben. Diese Unterschiede z.B. in der Reihe der Quinten machen den so genannten „Tonartencharakter“ aus. Bei diesen Stimmungen hat jede Tonart ihren eigenen Charakter. Man war sich darüber bewusst, dass man bei einer gleichstufigen Stimmung diese Eigenheit der Tonarten verlieren würde. Daher diskutierte man diesen Punkt lange und intensiv. Doch die musikalische Entwicklung in dieser Zeit wurde gleichzeitig von einem Wandel des Instruments geprägt. Der Trend ging weg vom Cembalo hin zum Pianoforte. Der Name „Piano-Forte“ besagt, dass der Fortschritt gegenüber dem Cembalo darin bestand, dass man mit diesem Instrument sowohl „piano“ als auch „forte“ spielen konnte. Komponisten wie Interpreten fanden immer häufiger Gefallen an dieser neuen Macht über die Lautstärke. Gleichzeitig verlor die Unterschiedlichkeit verschiedener Intervalle zum Ausdruck von Spannung und Dramatik an Bedeutung. Der Ausdruck im jeweiligen Stück wurde zunehmend von der Modulation der Lautstärke sowie dem Wechsel der Tonarten gestaltet. Der unterschiedliche Charakter der Tonarten wirkte bei dem häufigeren Tonartenwechsel störend. Die veränderte Einstellung aufgrund der neuen Möglichkeiten durch das „Pianoforte“ begünstigte die gleichstufig temperierte Stimmung als die besondere da einzigartige der so genannten „wohltemperierten Stimmungen“. Jetzt endlich war die Zeit für diese Stimmung gekommen! Die gleichstufig temperierte Stimmung wird heute „Gleichschwebende Stimmung“ genannt. Aufgrund meiner Einführung (siehe oben) ist die Bezeichnung „Gleichschwebend“ auch konkret nachvollziehbar, da man bei der chromatischen Aneinanderreihung von Intervallen der Gleichschwebenden Stimmung hört, dass alle Intervalle (außer der Oktave, die rein ist) gleichmäßig schweben.

Zu den Fragen Bestimmt kennen Sie das Wohltemperierte Klavier

Was sind „Wohltemperierte Stimmungen“ und wie hören sie sich an?

Anhand der folgenden Tonaufnahmen von historischen ungleichstufigen Stimmungen sowie der aktuellen gleichstufigen Stimmung kann man die Entwicklung sehr gut nachvollziehen. Die beiden hier zuerst genannten Stimmungen waren noch keine wohltemperierten Stimmungen. Erst die Stimmung von Andreas Werckmeister zählt zu dieser Gruppe. Johann Sebastian Bach wurde von dieser Stimmung beeinflusst. Die Gleichtemperierte Stimmung am Ende der Entwicklung ist ein Sonderfall in der Gruppe der „wohltemperierten Stimmungen“. Zum einen erfüllt sie die Bedingung, dass sie sich ebenso erfolgreich um einen Kompromiss zu Gunsten des geschlossenen Quintenzirkels bemüht. Zum anderen unterscheidet sie sich jedoch von den anderen Stimmungen durch den Verzicht auf den unterschiedlichen Charakter der Tonarten.

  • Pythagoreische Stimmung (850 bis 1550): Die Stimmung der reinen Quinten. Dies traf vor allem noch zu, als das Tonsystem nur 7 Töne umfasste. Als das Tonsystem auf 12 Töne erweitert wurde, ergab sich bei as-es eine so genannte „pythagoreische Wolfs-Quinte“, die in der Aufnahme auch zu hören ist. Die Bevorzugung der reinen Quinten geht zu Lasten der unreinen Terzen, die jedoch zu dieser Zeit in der Musik keine große Rolle spielten.



  • Mitteltönige Stimmung (1523 bis 1750): Da sich die Hörgewohnheiten änderten musste eine neue Stimmung her. Wurden die Terzen bislang als dissonant empfunden änderte sich dies nun zu Lasten der Quarten. Bei der mitteltönigen Stimmung kann man noch deutlicher hören, was eine so genannte „Wolfs-Quinte“ ist. 11 Quinten sind leicht vermindert und eine Quinte ist stark unrein. Der „Wolf“ bei as-es springt einen aus der Reihe der ansonsten ziemlich gleichmäßigen Quinten förmlich an. Die Stimmung hat 8 reine Terzen. Die vier Tonarten mit den unreinen Terzen (so genannte „Wolfs-Terzen“), die eigentlich verminderte Quarten sind, waren so genannte „unbrauchbare Tonarten“, die von den Komponisten nur selten eingesetzt worden sind. Dies macht deutlich, warum Bach nach einer Verbesserung der Stimmung gesucht hat.



  • Werckmeister III (1691): Bei dieser Stimmung kann man bereits den Fortschritt hören. Hier treten keine ganz großen Fehler mehr auf und somit sind auch alle Tonarten zu verwenden. Die stärkeren Schwankungen treten hier bei den Terzen auf, was sich dann wieder auf die Dreiklänge auswirkt.



  • Bach/Kellner: Herbert Anton Kellner hat sich diese Stimmung erarbeitet und auch patentieren lassen. Es handelt sich um eine der rekonstruierten Stimmungen, von denen man annehmen kann, dass sie Bach zur Zeit der Entstehung des „Wohltemperierten Klaviers“ verwendet hat.



  • Gleichtemperierte oder Gleichschwebende Stimmung (ab Ende 18. Jahrhundert): Die oben angeführten historischen Stimmungen sind so genannte „ungleichstufige“ Stimmungen. Die „Gleichtemperierte“ Stimmung ist eine „gleichstufige“ Stimmung. Damit kann man in allen Tonarten identisch komponieren und musizieren.

Zu den Fragen Die aktuelle Stimmung

Welchen Fortschritt hat die Entwicklung der Stimmungen gebracht und was ist bei der Entwicklung auf der Strecke geblieben?

In den frühen Stimmungen konnte man nur in bestimmten Tonarten komponieren und musizieren. Komponisten empfanden dies als eine Einschränkung. Folglich waren sie auch die Antreiber der Entwicklung. Von Johann Sebastian Bach ist z.B. bekannt, dass ihm niemand eine Arbeit gut genug machen konnte, daher hat er seine Instrumente (Klavichord und Cembalo) immer selbst gestimmt. Folglich hat sich Bach auch selbst um eine Verbesserung des Stimmsystems bemüht. Die Zufriedenheit Bachs fand ihren Ausdruck in dem Werk des „Wohltemperierten Klaviers“. Darin sind 24 Stücke in den 24 möglichen Tonarten enthalten. Bachs Ziel war es, in allen möglichen Tonarten komponieren zu können.

Der nächste Schritt zur gleichstufig temperierten Stimmung (= Gleichschwebende Stimmung) gestaltete sich insofern problematisch, da diese Temperatur schwierig zu stimmen ist. Die Exaktheit der Gleichstufigkeit wurde selten erreicht, da man früher zum Stimmen hauptsächlich die relativ ungenauen Quinten verwendete. Erst als man die Terzen und schließlich die Sexten zum Stimmen einsetzte, wurde das Ziel der Gleichstufigkeit erreichbar.

Die Folge der Gleichschwebenden Stimmung war die Gleichstellung der Tonarten. Verloren gegangen ist dabei der Tonartencharakter, der die einzelnen Tonarten als einzigartig ausgezeichnet hat. Außerdem ging darüber hinaus die Tatsache verloren, dass die Komponisten früherer Zeiten mit dem vorhandenen Fehler durchaus konstruktiv umgegangen sind. Denn die Komponisten haben den „Wolf“ bzw. die aufgrund des Stimmsystems „unbrauchbaren Tonarten“ eben an den Stellen der Komposition eingesetzt, an denen sie mehr Spannung und Dramatik ausdrücken wollten. Dies ist bei einer gleichstufig temperierten Stimmung so nicht mehr hörbar, da es hier weder einen „Wolf“ noch „unbrauchbare Tonarten“ gibt.

Die „Gleichschwebende Stimmung“ hat sich letztlich durchgesetzt, da sie unbeschränkte Modulations- (Abstimmung von Lautstärke und Klangfarbe) und Transpositionsmöglichkeiten (Wechsel in eine andere Tonart) eröffnet. Abwechslung wird hier nicht mehr durch verschieden große Intervalle, sondern durch das Verflechten verschiedener Tonarten in freier Modulation erreicht.

Zu den Fragen Die Gleichtemperierte Stimmung

Wie wird ein Klavier „gleichtemperiert“ gestimmt?

Die Bezeichnung „gleichtemperiert“ ist die Abkürzung aus der „Gleichschwebenden Temperatur“. Die „Temperatur“ wird im Zusammenhang mit der Stimmung historisch als „die richtige Mischung, das rechte Maß“ verwendet. Denn das Wort „temperieren“ bedeutet „mäßigen“. In diesem Sinne verwendete Johann Sebastian Bach das Wort „wohltemperiert“ für sein Werk, das „Wohltemperierte Klavier“. Mit diesem Werk bewarb er eine für seine Zeit neue Stimmung, mit der man im Gegensatz zu der damals üblichen Stimmung nun in allen Tonarten spielen konnte. Die Gleichtemperierte oder Gleichschwebende Stimmung ist diesbezüglich der perfekte Kompromiss. Denn diese Stimmung ermöglicht, dass man in allen Tonarten identisch spielen kann. Gleich-schwebend als Ergebnis der gleichmäßigen Aufteilung der Halbtonabstände bedeutet, dass alle Intervalle in verschiedenen Tonarten „gleich“ schweben. Das heißt nicht, dass „alle Intervalle“ gleich schweben, sondern dass z.B. die Terz in der Tonart A-Dur in dem gleichen Frequenzverhältnis schwebt wie die Terz in der Tonart B-, H- oder C-Dur usw. Ein Ton „schwingt“ in einer bestimmten Frequenz. Ein Intervall „schwebt“ wenn es verstimmt ist. Bei der Gleichschwebenden Stimmung hat man insofern den perfekten Kompromiss bezüglich der geringfügigsten Ver-Stimmung gefunden. Die Abweichungen von den reinen Intervallen sind zum einen geringfügig und können z.B. bei den Quinten „zurecht gehört werden“ und zum anderen fördern sie wie z.B. bei den Terzen und Sexten eine gewisse Lebendigkeit der Gleichschwebenden Stimmung, wie das auch bei den wohltemperierten Stimmungen bei manchen Tonarten der Fall ist.

Diese Einteilung der mittleren Oktave in Halbtonschritte als Ausgangspunkt für die Stimmung kann man nach Gehör durchführen. Das heißt nicht, dass der Klavierstimmer die einzelnen Halbtonabstände absolut hört. Sondern das bedeutet, dass der Klavierstimmer durch eine Reihe von Intervallen diese Abstände nach Gehör ermittelt. Dabei werden diese Intervalle auch miteinander verglichen. Der Vergleich hat den Zweck, ein möglichst objektiv gutes Ergebnis zu erreichen. Dies ist jedoch immer nur annähernd möglich, da das Gehör als Teil des Menschen immer subjektiv ist.

Alternativ kann man heute auf bereits sehr gute elektronische Stimmgeräte zurückgreifen. Aber selbst die sehr guten Stimmgeräte sind noch nicht perfekt, auch wenn das in der Werbung teilweise so dargestellt wird. Elektronische Stimmgeräte können die Differenzen im Längenmaß und in den Saitenstärken bei dem gleichen Ton zweier diesbezüglich unterschiedlicher Klaviere nicht exakt erfassen. Denn die unterschiedlichen Längen- und Dickenmaße der Saiten bewirken vor allem beim Klavier und Flügel eine unterschiedliche Inharmonizität. Die „Inharmonizität“ ist für die Klavier- und Flügelsaiten typisch, da diese Saiten im Vergleich zu allen anderen Saiteninstrumenten wesentlich höhere Zugkräfte aushalten müssen. Daher haben diese Saiten eine höhere Steifigkeit. Die höhere Steifigkeit wiederum bewirkt, dass die Teiltöne nicht exakt auf dem Ideal der ganzzahligen Aufteilung liegen, sondern eben je nach Saitenlänge und –dicke unterschiedlich gespreizt sind. Zwar versucht man dieses Problem beim Stimmen mit Gerät bereits mittels entsprechender Software in den Griff zu bekommen. Aber die Software ist nur die eine Seite der Medaille. Um das Problem lösen zu können, benötigt man auch eine Hardware, die imstande ist, das Tonspektrum eines Klaviers bzw. Flügels nicht nur bezüglich der Grundtöne zwischen 20 und 4000 Hertz sondern eben auch inklusive der Obertöne und daher mindestens das Hörspektrum eines 20 Jahre jungen Menschen erfassen zu können. Noch ist es nicht möglich, ein geschultes und trainiertes Gehör durch die Technik komplett zu ersetzen. Aber schon heute können die elektronischen Stimmgeräte dem Ohr interessante Hilfen anbieten, die dazu beitragen, noch bessere Ergebnisse als „nur“ mit dem Gehör zu erreichen.

Auf der Suche nach einer Lösung entwickelte ich die neue Hybrid-Stimmtechnik PrimaTek. Hierbei handelt es sich um die gleichzeitige Anwendung des Stimmens nach Gehör sowie eines Stimmgeräts. Im Interesse des bestmöglichen Ergebnisses kontrolliere und relativiere ich die Vorgaben des Stimmgeräts nach Gehör, und lasse gleichzeitig den Ohren vom Stimmgerät helfen, wenn das Gehör an seine subjektiven Grenzen kommt! Dabei ist und bleibt das Ohr im Zweifelsfall die letzte Instanz!

Zu den Fragen Die Konzertstimmung

Was ist eine KONZERTSTIMMUNG und wer bekommt die SUPERSTIMMUNG?

Tasteninstrumente werden heute „temperiert“ gestimmt. Das heißt, die Einteilung der Klaviatur liefert das Maß, an dem sich die Stimmung orientiert. Die „temperierte Stimmung“ gewährleistet neben dem Spiel in allen Tonarten das harmonische Zusammenspiel mit anderen Instrumenten. Darüber hinaus versteht man unter einer „Konzertstimmung“ eine so genannte „gespreizte Stimmung“. Die „Spreizung“ der Tonabstände trägt der Tatsache Rechnung, dass die Obertöne der einzelnen Klaviersaiten und damit auch der einzelnen Töne nicht exakt der Theorie der „ganzzahligen Vielfachen des Grundtons“ folgen, sondern leicht gespreizt sind. Wir definieren jene Tonverbindungen als „harmonisch“ bzw. „konsonant“, in denen es zu einer hohen Übereinstimmung der beteiligten Töne und vor allem deren Obertöne kommt. Daher muss eine exzellente Stimmung darum bemüht sein, in der Spreizung der Tonabstände der natürlichen Spreizung der Obertöne zu entsprechen, um ein Höchstmaß an harmonischer Übereinstimmung zu erreichen.

Vermutlich in einem Prospekt habe ich kürzlich den Satz gelesen: „Ein guter Klavierstimmer stimmt einen Konzertflügel immer in Konzertstimmung.“

Unterscheiden sich also die angebotenen Stimmungen nach der Zielgruppe? Haben wir nicht alle gleichermaßen den Anspruch auf die Erfüllung unserer „Hör-Lust“ als Gipfel des individuellen Musik-Erlebnisses? „Hör-Lust“ ergibt sich konkret, wenn sich Hör-Erwartungen erfüllen und ohne Spannung auflösen können. Auf den Punkt gebracht bedeutet das:

ALLE wollen die SUPERSTIMMUNG hören!

Aus diesem Grund stimme ich nicht nur den Konzertflügel sondern jedes Klavier und jeden Flügel in der Konzertstimmung. Die Konzertstimmung ist für mich eine ständige Übung. Das bestmögliche Ergebnis für jeden meiner Kunden zu erreichen, ist die logische Konsequenz meiner Orientierung am maximalen Kundennutzen.

Wenn sogar „Normal-Hörer“ von den Schwingungen einer guten Stimmung emotional ergriffen werden, ist das für mich die schönste Rückmeldung. Täglich bestätigt sich die Einstellung, dass meine Kunden ganz ausgezeichnet hören können. Das bedeutet:

Selbst Normal-Hörer haben einen hohen Anspruch und sind daher sichtlich begeistert, wenn ihre Hör-Erwartung erfüllt oder sogar noch übertroffen wird!

Weitere Informationen über die Klavierstimmung sowie die Technik des Stimmens finden Sie auf meiner Homepage zum Thema www.klavier-stimmen.de.

Zu den Fragen Das Klavier und sein wunderbarer Klang

Ist es möglich, den Klang des Klaviers zu optimieren?

Die gute Nachricht lautet: Ja, der Klang Ihres Klaviers kann immer wieder ohrenfreundlich gestaltet werden. Grundsätzlich kann man den Klang selbst preisgünstiger Klaviere erheblich aufwerten. Diesen Arbeitsvorgang der Klanggestaltung nennt man Intonation.

Zu den Fragen Kennen Sie schon den Wohltemperierten Pianoklang?

Was ist der „Wohltemperierte Klang“?

Wahrscheinlich haben Sie schon ein Praeludium aus dem „Wohltemperierten Clavier“ von Johann Sebastian Bach gespielt. Sie halten das „Clavier“ für einen Schreibfehler? Zu Bachs Zeit umfasste der Fachbegriff „Clavier“ alle Tasteninstrumente. Denn das „Clavier“ leitet sich von dem lateinischen Wort „clavis“ ab, das übersetzt „der Schlüssel“ heißt. Mit dem „Schlüssel“ war die „Claviatur“ gemeint, die der Schlüssel zum Musizieren war. Die „Claviatur“ ist daher das „Schlüsselbrett“ (englisch „Keyboard“).

Aber kennen Sie auch den Hintergrund zur Entstehung dieser Sammlung von 24 Praeludien und Fugen im „Wohltemperierten Klavier“? Andreas Werckmeister hatte 1691 eine neue Art der Stimmung gefunden: Die so genannte „wohltemperierte Stimmung“. Der Fortschritt der „wohltemperierten Stimmung“ bestand darin, dass man im Gegensatz zu der damals üblichen „reinen Stimmung“ in allen Tonarten gleichermaßen komponieren und spielen konnte. Aus Freude über diesen Fortschritt hat Johann Sebastian Bach das „Wohltemperierte Klavier“ geschrieben. Die Zahl „24“ der 24 Praeludien und Fugen ist also kein Zufall. Sie bezieht sich nämlich auf die 24 möglichen Dur- und Moll-Tonarten. Rückblickend kann man feststellen, dass Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ eine sehr effektive Werbekampagne für die „Wohltemperierte Stimmung“ war!

Schon für Johann Sebastian Bach war auch der „Wohltemperierte Klang“ ein Thema. Denn unter dem Fachbegriff „Clavier“ waren wie bereits erwähnt alle Tasteninstrumente vereinigt. Doch die Technik des damals neuen Hammerklaviers war noch ungenügend und der Klang war leidlich. Das ist aus heutiger Sicht leicht nachvollziehbar, denn man kannte noch keinen Filz. Lediglich mit Leder überzogene Holzklöppel schlugen gegen die Saiten. Der Klang dieser Hammerklaviere war dementsprechend und daher längst noch keine Konkurrenz zum Cembalo. Wir hätten ebenso wie Bach den vergleichsweise „Wohltemperierten Klang“ des Cembalos vorgezogen.

Der „Wohltemperierte Klang“ ist heute wieder aktuell. Denn die Klangnorm der Klaviere und Flügel hat sich im Vergleich zu früher verändert. Viele Kunden meinen zu der neuen Klangnorm: Die älteren Klaviere klingen besser! Das ist ein guter Grund, warum viele lieber ein älteres Klavier suchen, anstatt sich ein modernes Klavier zu kaufen. Denn sie wollen sowohl etwas für das Auge als auch für das Ohr! Natürlich muss man dieses Pauschalurteil differenzieren. Was meint der Kunde eigentlich? Meint er wirklich den Klang? Ja, der Kunde meint tatsächlich den Klang. Denn die Technik ist im Prinzip gleich geblieben. Jedoch in der Produktion hat sich einiges verändert. Wie in vielen anderen Bereichen spart die Industrie an der Handarbeit und versucht diese teilweise durch den Einsatz von Maschinen auszugleichen. Dadurch hat sich der Klang verändert. Wer auf einen natürlichen, angenehmen und somit gehörfreundlichen Klang Wert legt, muss bei der aktuellen Auswahl der Klaviere und Flügel sehr lange suchen, um ein Instrument zu finden, dass tendenziell bereits ab Werk über eine ansprechende Klangnorm verfügt. Wem dieses Thema jedoch erst nach dem Kauf bewusst geworden ist, der findet die erwünschte Hilfe beim Klavierservice. Die Optimierung des Klangs Ihres Klaviers oder Flügels nennt man „Intonation“.

Hier finden Sie weitere Informationen rund um das Thema „Ton und Klang“ als wissenswerten Hintergrund der so genannten Intonation!

Zu den Fragen Wenn einzelne Töne aus der Reihe tanzen

Ich bin der Meinung, dass bei meinem Klavier manche Töne heller klingen als die anderen. Kann man den Klang-Verlauf innerhalb der Tonreihe beeinflussen?

Ja, man kann den Klang-Verlauf innerhalb der Tonreihe verändern. Im Lauf der Zeit ergeben sich durch das Spielen innerhalb der Tonreihe Unterschiede. Dies ist ein ganz natürlicher Vorgang, denn je nach Häufigkeit des Anschlags werden die Filze unterschiedlich fest zusammengedrückt. Die häufiger angeschlagenen Filze werden dichter und somit härter als die Filze der anderen Töne. Daraus ergeben sich im Laufe der Zeit eben diese Klang-Unterschiede, die sich im Rahmen einer fachgerechten Intonation wieder ausgleichen lassen.

Zu den Fragen Regulieren optimiert die Spielart

Wie oft beziehungsweise in welchen zeitlichen Abständen sollen die Mechanikteile im Sinne einer Feineinstellung reguliert werden?

Grundsätzlich soll die Mechanik präzise funktionieren. Präzision wird aber nur dann möglich, wenn der Spieler auf allen Tasten nahezu gleiche Bedingungen erwarten kann. Diese Gleichheit ist die notwendige Voraussetzung dafür, dass man beim Klavierspielen als einem motorischen Vorgang die Widerstände beim Niederdrücken der Taste antizipieren (vorwegnehmen) kann, um sich so optimal darauf einstellen zu können. Ungleichmäßigkeiten in der Einstellung der Mechanik verhindern eine erfolgreiche Antizipation. In der Folge „stolpert“ der Klavierspieler über die Tasten. Der Spieler kann die technischen Abläufe aufgrund der nicht vorhersehbaren Unterschiede in der Regulierung nicht kontrollieren. Dagegen „fliegen“ die Finger spielerisch über die Klaviatur, wenn die Mechanik exakt eingestellt ist!

Hinweis: Der Klaviertechniker kann sich um das Erreichen der optimalen Einstellungen für eine gute Spielart bemühen. Aber da einige Punkte durch die Konstruktion festgelegt sind, gibt es auch Fälle, bei denen der Klaviertechniker auf Grenzen stößt. Hier kann er nur das Beste des Möglichen erreichen!

Bei einem neuen Klavier empfehlen die Hersteller, die Feineinstellung anfangs circa alle 2 Jahre kontrollieren und nachregulieren zu lassen. Der Grund für diese Empfehlung liegt darin, dass sich die Filze der Mechanik durch das Spiel etwas zusammendrücken, wodurch dann innerhalb der mechanischen Abläufe Zwischenräume entstehen. Durch diese Zwischenräume verliert das Spiel an Exaktheit. Diese Abstände kann man durch Nachregulieren wieder beheben.

Bei älteren Klavieren wurde die Feineinstellung meist längere Zeit nicht mehr exakt kontrolliert geschweige denn nachreguliert. Je nach Nutzung entstehen diese Zwischenräume innerhalb der mechanischen Abläufe später durch Abnutzung. Auch dies lässt sich durch die Regulierung der Mechanik wieder weitgehend ausgleichen. Eine Ausnahme sind die Achsen. Diese stecken nicht einfach im Holz sondern zwischen Holz und Achse befindet sich noch ein Tuch, um alle möglichen Nebengeräusche der Mechanik auszuschließen! Dieses Tuch reibt sich natürlich nach längerer Zeit ab und die Achsen verlieren ihren Halt. Dann muss man entweder die Achsen durch stärkere Achsen austauschen oder das Achsführende Teil ersetzen.

Zu den Fragen Kann man die Spielart auch später noch verändern?

Ich habe ein Klavier geerbt – oder z.B. ein Klavier gebraucht gekauft. Ist es möglich, die Spielart eines Klaviers zu verbessern?

Durch die korrekte Feineinstellung der Klaviermechanik kann man in der Regel sowohl die Spiel-Sicherheit wesentlich verbessern als auch die Spiel-Art und somit das Spiel-Gefühl beeinflussen! Die Wahrnehmung und Empfindung der veränderten Spielart ist jedoch individuell unterschiedlich, da die Spielart unter anderem gewöhnungsbedürftig ist.

Zu den Fragen Damit Sie lange Freude an Ihrem Instrument behalten!

Was ist wichtiger für den Erhalt eines Klaviers: Die Temperatur oder die Luft-Feuchtigkeit?

Ihr Klavier besteht im Wesentlichen aus Holz und Metall. Es gibt den anschaulichen Satz „Holz steht mit der Luft im Wettbewerb um die Feuchtigkeit“. Dies ist für das Verständnis des Wohlbefindens Ihres Instrumentes von besonderer Bedeutung. Denn das heißt, dass sich Holz bei höherer Luft-Feuchtigkeit ausdehnt. Das kann dazu führen, dass sich die Mechanikteile schwerer bewegen lassen, ja manchmal sogar eine Taste hängen bleibt. Das ist kein Problem, da es zu keinem Schaden führt. Dieses „technische“ Problem kann man lösen. Umgekehrt führt aber zu niedrige Luft-Feuchtigkeit dazu, dass sich das Holz zusammenzieht. Das kann soweit gehen, bis das Holz zerreißt. Der Riss im Holz ist dann ein konkreter Schaden. Risse können an verschiedenen Teilen des Klaviers auftreten und sind daher in den Folgen unterschiedlich:

  1. Der Riss im Resonanzboden KANN bedeuten, dass es zu einem Nebengeräusch kommt. Das MUSS nicht der Fall sein, vor allem dann nicht, wenn der Riss schon größer ist.
  2. Der Riss im Steg in der Regel direkt am Stegstift führt dazu, dass die Saite irgendwann sehr unangenehm rasselt.
  3. Der Riss im Stimmstock bewirkt, dass die Stimmnägel keinen Halt mehr haben. Auf dem Stimmnagel ist das Ende der Saite aufgewickelt. Das heißt, dass bei einem Riss im Stimmstock die Spannung der Saite nicht mehr gehalten werden kann. Das Instrument verstimmt sich bei einzelnen Tönen schneller bzw. ist im Extremfall überhaupt nicht mehr zu stimmen.

Die Auswirkungen der Luft-Feuchtigkeit sind also erheblich. Die normale Luft-Feuchtigkeit liegt zwischen 40 und 70 Prozent. Sie können durch einen Hygrometer feststellen, wie stark die Luft-Feuchtigkeit im Verlauf des Jahres schwankt. Eine gleichmäßige Luft-Feuchtigkeit verbessert die Stimmhaltung. Das Beachten des Minimalwertes von 40 Prozent trägt wesentlich zum Erhalt Ihres Instruments bei!
Die Schwankungen der Temperatur dagegen haben im Vergleich zur Luft-Feuchtigkeit einen weitaus geringeren Stellenwert. Einen Grenzfall stellt die Situation dar, wenn ein Klavier im Winter in einem ungeheizten Raum steht, der dann zum Musizieren aufgeheizt wird. Und da man es nicht oft genug erwähnen kann:

  • Die direkte Sonneneinstrahlung oder Strahlungswärme von Heizkörpern wirkt sich auf die Stimmung und Regulierung der Mechanik negativ aus.
  • Das Holz Ihres Instruments verändert sich unter den UV-Strahlen der Sonne!
Zu den Fragen Die Schreckensnachricht: Klavier kaputt!

Woran ist zu erkennen, ob ein Klavier die Stimmung nicht mehr hält und es daher ohne große Reparatur nicht mehr zu stimmen ist?

Grundsätzlich erkennt dies niemand auf „einen Blick“. Um dies feststellen zu können, muss man das Klavier erst durchspielen. Danach muss man mindestens einzelne Stimmnägel von jenen Tönen prüfen, die beim Durchspielen als kritisch aufgefallen sind. Erst wenn der Klavierstimmer Ihnen hörbar vorführen kann, dass der Stimmnagel, an dem die Saite aufgewickelt ist, die Spannung der Saite nicht mehr hält, dann können Sie davon ausgehen, dass der Stimmstock hier einen Riss hat.

Zu den Fragen Kinder am Klavier

Schadet es meinem Klavier, wenn kleine Kinder eher auf die Tasten schlagen als darauf zu spielen?

Nein, einen bleibenden Schaden werden kleine Kinder nicht anrichten können, wenn sie mit den Händen (nicht mit Gegenständen!) auf die Tasten schlagen. Ich meine, Kinder haben doch viel weniger Kraft als z.B. ein Pianist. Welchen Schaden müsste ein Pianist sonst bei einem Fortissimo anrichten! Natürlich kann es sein, dass sich der eine oder andere Ton beim kindlichen Lärmen verstimmt.

Sollten die Kinder wirklich noch zu klein für einen für einen gefühlvollen Umgang mit den Tasten sein, so kann man die meisten Klaviere ja auch zusperren, um es für die spätere Nutzung zu schonen. Pädagogisch sinnvoll und der Entwicklung angepasst wären dann Instrumente, die auch Gegensatzerfahrungen ermöglichen: Zum Beispiel auf eine Trommel DARF man laut schlagen. Andere „Schlag“-Instrumente, aus denen dann unterschiedliche Töne kommen, wären beispielsweise ein Xylophon. Ermöglichen Sie Ihren Kindern so weit möglich Erfahrungen mit unterschiedlichsten und gegensätzlichsten Klängen. Ich könnte mir vorstellen, dass es sicher eine „schöne“ Aufgabe ist, aus einem Instrument mittels gefühlvollen Einwirkens einen „schönen Ton“ zu erzeugen, wodurch ich das Empfinden für die Schönheit der Musik beeinflussen kann. Ein Gespräch mit diesbezüglich erfahrenen Musikpädagogen kann Ihnen sicherlich interessante Aspekte liefern.

Zu den Fragen Der beste Platz fürs Piano

Mein Klavier und ich ziehen um. Welcher Platz in meiner neuen Wohnung ist für das Klavier der Beste – und welcher der Schlechteste?

Der beste Platz für Ihr Klavier ist an einer Innenwand. Damit wird vermieden, dass ihr Klavier den Temperaturschwankungen von außen direkt ausgesetzt ist. Nach Möglichkeit sollte es etwas entfernt vom Fenster sowie einer Balkon- oder Terassentür stehen. Diese werden möglicherweise öfters geöffnet und so wird das Klavier häufiger Schwankungen der Luft-Feuchtigkeit ausgesetzt. Das Klavier sollte unbedingt von allen Heizkörpern weiter entfernt stehen, da in unmittelbarer Nähe der Heizkörper die größte Trockenheit besteht.

Lesen Sie mehr über die Auswirkungen des Einflusses einer hohen bzw. vor allem zu niedrigen Luft-Feuchtigkeit auf den Zustand des Holzes!

Zu den Fragen Achtung beim Kauf eines Gebrauchten!

Ich will mir ein gebrauchtes Klavier kaufen. Worauf sollte ich besonders achten?

Ein gebrauchtes Klavier kaufen Sie in der Regel auf eigenes Risiko. Da Sie vorhaben, ein Klavier von einem privaten Anbieter zu kaufen, bekommen Sie keine Garantie. Grundsätzlich sollten Sie einen Klavierbauer mitnehmen, um das Klavier zu begutachten.

Hier können Sie sich darüber informieren, warum Sie als Laie beim Begutachten schnell an Grenzen stoßen!

Zu den Fragen Selberstimmen - kann das jeder?

Kann mittels eines elektronischen Stimmgeräts jeder Laie sein Klavier selber stimmen?

Diese Möglichkeit wird dem Laien gelegentlich durch entsprechende Angebote eines Klavierstimmer-Sets im Internet vermittelt. Motto: Bestellen Sie und Ihr Problem ist gelöst! Aber ich will nicht stecken bleiben in der Kritik dieses Angebots, sondern diesen Ansatz nutzen, um aus der konstruktiven Kritik heraus allen Interessierten ein praktikables Alternativ-Angebot zu unterbreiten:

Welche Ansprüche haben Sie an ein Stimmgerät? Wie viel darf dieses Stimmgerät kosten? Oder sollen wir die Fragen umkehren? Wollen Sie zuerst die Frage beantworten, wie teuer das Stimmgerät sein darf und wir wollen dann gemeinsam probieren, ob Ihnen die Leistungen verschiedener preisgünstiger Stimmgeräte für Ihre Ansprüche genügen? Ich denke, man muss die Aufgabe des Selberstimmens differenzieren:

  1. Wollen Sie einen kompletten Flügel für ein Konzert stimmen? Dann sind Sie entweder bereits ein erfahrener Klavierstimmer oder Sie sind stark gefährdet, sich in Ihren Möglichkeiten zu überschätzen.

  2. Aber wenn Sie ein älteres Klavier haben, bei dem sich einzelne Töne schneller verstimmen, dann scheint mir diese Aufgabe lösbar zu sein.

  3. Oder Sie wollen sich einfach nicht dem bisherigen Stimmrhythmus unterwerfen, sondern die ausgleichenden Zwischenstimmungen selbst machen und nur circa alle 2-3 Jahre vom Profi eine Grundstimmung durchführen lassen? Auch dieses Ziel des Selberstimmens für den Hausgebrauch scheint mir realistisch zu sein.

  4. Oder Sie haben ein Spinett bzw. ein Cembalo. Beide Instrumente sind weitaus sensibler als das robuste Klavier und verstimmen sich daher auch viel schneller. Warum nicht wie zu den guten alten Zeiten sich darin üben, sein Instrument selber zu stimmen?

  5. Sie ziehen die Vielfalt der Einfalt vor und wollen sich verschiedene wohltemperierte Stimmungen gönnen z.B. um bekannte Stücke neu zu hören? Auch zu diesem äußerst anspruchsvollen Thema kann ich Ihnen konkrete Hilfen anbieten!

  6. Oder Sie interessieren sich für die Gehörschulung als Nebeneffekt der Stimmarbeit. Dieses Ziel bietet ebenso interessante Ansätze, die durchaus realisierbar sind.

Es bleibt die Frage: Welche Ansprüche haben Sie an ein Stimmgerät, das Ihnen auf Ihrem Weg behilflich sein soll? Am Besten wir probieren einfach verschiedene Geräte aus. Dann sehen und hören Sie selbst, welches Gerät Ihnen praktisch weiterhelfen kann, denn:

  1. Selbst erfahrene Klavierstimmer haben nicht auf Anhieb Erfolg mit einem elektronischen Stimmgerät. Das Stimmen mit Gerät ist eine kybernetische Technik, die man sich erarbeiten muss, falls es niemanden gibt, der einem diese spezielle Technik vermittelt. Stimmen ist eine vielschichtige Tätigkeit. Jeder der gleichzeitig mehrere Dinge bewältigen muss, kann dabei leicht überfordert werden. Daher besteht die Kunst des Lehrens darin, vielschichtige Themen in Teilschritte zu zerlegen. Schritt für Schritt kann man das zuvor Geübte dann zu komplexeren Einheiten zusammenfassen. Das Ziel des Lehrwegs lautet: Erfolg ermöglichen!

  2. Das Problem beginnt für den Laien bereits bei der Tonhöhe. Besitzt er ein neues Klavier, so hat er diesbezüglich Glück. Bei einem älteren Klavier hat er vielleicht Pech, und merkt dies erst, wenn die Saiten reißen. Falls Sie keine Lust auf das Spiel mit Glück und Pech haben, dann wählen Sie als Lösung die Zusammenarbeit mit einem Fachmann. Im Interesse einer Risikominimierung begründe ich als Profi meine Meinung zur möglichen Tonhöhe des Klaviers meiner Kunden dadurch, indem ich die Konstruktion des Klaviers erläutere, das Alter des Klaviers falls möglich aufgrund des Markennamens und der Seriennummer feststelle, das Alter des Klaviers in den geschichtlichen Zusammenhang zur aktuellen Tonhöhennorm stelle, den Zustand der Saiten begutachte und die Saitenstärken messe.

  3. Eine Saite auf eine bestimmte Tonhöhe zu ziehen, ist kein Kunststück. Das Können beginnt an dem Punkt, an dem der Ton dauerhaft stehen bleiben soll. Gerade bezogen auf diesen Punkt des handwerklichen Könnens ist die Zusammenarbeit mit einem Fachmann Gold wert!

  4. Die Stimmnägel sind die Schnittstelle zwischen Stimmhammer und Saite. Diese Stimmnägel haben unterschiedliche Größen. Wenn der Stimmhammer nicht ganz genau passt, kann es sein, dass die Stimmnägel beschädigt werden. Auch dieses Problem vermeiden Sie am Besten, wenn Sie sich den passenden Stimmhammer von einem Fachmann zusammenstellen lassen. Dabei geht es darum, an Ihrem Klavier die richtige Größe des Stimmhammers passend zu den Stimmnägeln auszuprobieren. Darüber hinaus kann man direkt an Ihrem Instrument den idealen Winkel zwischen Stimmhammerkopf und –griff feststellen. Ferner können Sie den Unterschied der Wirkung eines kurzen, mittleren oder langen Hebels als eine mögliche Variable des Stimmhammers selbst erfahren. Aufgrund dieser Schritte kann ich Ihnen einen für Ihr Instrument passenden Stimmhammer zusammenstellen. Dies ist bei Klavieren und Flügeln möglich, da es das Konzept des modularen Stimmhammers gibt, den man aus mehreren Modulen variabel zusammensetzen kann.

  5. Ein Klavier hat in der Regel 85 bzw. 88 Tasten. Das heißt, Sie müssen etwas über 200 Saiten einstimmen. Diese Saitenzahl ergibt sich, da im Bass anfangs nur eine Saite angeschlagen wird. Dann werden zwei und schließlich ab der Mittellage pro Taste drei Saiten gleichzeitig angeschlagen. Es ist von Klavierstimmer zu Klavierstimmer unterschiedlich, wie oft dieser die einzelne Saite pro Einstimmvorgang anschlägt. Bei mir sind das 15 bis 20 Anschläge pro Saite. Dies bedeutet, ich benötige für eine Klavierstimmung circa drei- bis viertausend Anschläge. Ohne Anleitung wird dies für einen Laien vermutlich eine stundenlange Quälerei, die umso schlimmer wird, da man ja nicht genau weiß, was am Ende dabei herauskommt. Dagegen können Sie bei professioneller Anleitung den hohen Anspruch einer Klavier-Komplett-Stimmung unter Umständen nach einiger Zeit bewältigen. Bei einem Spinett bzw. Cembalo reduzieren sich die Anforderungen ja erst einmal auf ein Register und sind daher durchaus überschaubar. Mit Ihrer Konzentrationsfähigkeit wird sich auch die Qualität Ihres Stimmergebnisses verbessern. Wie schon eingangs erwähnt kann man bezüglich der möglichen Zielstellungen des Themas Selberstimmen vielfältig differenzieren. Mit meinem Angebot Selberstimmen will ich Sie in Ihrem Vorhaben bestätigen und praktisch Ihren Erfolg ermöglichen! Weitere Antworten auf Ihre Fragen zu dieser Hilfe zur Selbsthilfe finden Sie, wenn Sie diesem Link folgen www.selberstimmen.de.
Zu den Fragen Selberstimmen gerade bei nachlassender Stimmhaltung

Wo bekomme ich Hilfe, wenn ich lediglich einzelne Töne stimmen will, die sich schneller verstimmen?

Klaviere unterscheiden sich in der Konstruktion, im verwendeten Material und vor allem im Alter. Je nach Alter hat jedes Klavier so seine Lebensgeschichte. Auch beim Klavier hinterlässt die Zeit Spuren. War das Instrument einmal zu trocken gestanden, dann hat es möglicherweise im Stimmstock feine Risse bekommen. Diese Risse führen dazu, dass sich einzelne Töne im Laufe der Zeit schneller verstimmen. Aus Ihrer Sicht als Kunde ist dies dann insofern ärgerlich, als Sie einerseits diese auffälligen Töne ausgleichen möchten, jedoch der Ansicht sind, dass man deswegen nicht gleich das ganze Klavier neu stimmen muss. Das Preis-Leistungs-Verhältnis verschiebt sich zu seinen Ungunsten. Daher suchen Sie hier nach Hilfe. Keine echte Hilfe finden Sie, wenn Sie sich ein so genanntes Klavierstimmer-Set bestellen (siehe die vorhergehende Frage). Denn zwischen verschiedenen Klavieren bestehen häufig Unterschiede in der Größe der so genannten Stimmnägel, an denen Sie drehen müssen, um die Spannung der Saiten zu verändern. Das heißt, Sie kaufen mit einem beliebigen Stimmhammer das Risiko, diese Stimmnägel selbst zu beschädigen, wenn nämlich der Stimmhammer nicht ordentlich auf den Stimmnägeln sitzt. Aufgrund dieser Problematik habe ich mein Angebot erweitert. Ich biete Ihnen eine praktische Einführung in das Selberstimmen Ihres Instruments. Da es sich um eine praktische Einführung handelt, heißt es Praktikum Selberstimmen. Meine Antworten auf Ihre Fragen zu diesem Thema erhalten Sie, wenn Sie diesem Link folgen www.selberstimmen.de.

Zu den Fragen Mehr Informationen zum Thema Selberstimmen

Wo erhalte ich für das Selberstimmen Hilfe zur Selbsthilfe?

Die Klavierstimmerei Praeludio bietet Ihnen die Hilfe zur Selbsthilfe als eine praktische Einführung in das Stimmen und Nachstimmen Ihres Spinetts, Cembalos, Klaviers oder Flügels!

In diesem Angebot enthalten:

  • Einführung in die Besonderheit des Stimmens von Tasteninstrumenten im Allgemeinen sowie des Klaviers und Flügels im Besonderen.
  • Praktische Übungen zum Selberstimmen an Ihrem eigenen Instrument.
  • Ermitteln des für Ihr Instrument passenden Stimmhammers.
  • Individuelle Erfahrung der möglichen Alternativen eines verschieden langen Hebelarms des Stimmhammers beim Klavier und Flügel. Da beim Spinett und Cembalo die auftretenden Kräfte weitaus geringer sind, gibt es für diese Instrumente mangels Nachfrage kein entsprechend differenziertes Angebot.
  • Auswahl aus verschiedenen Stimmkeilen zum Abdämpfen der Saiten, die beim Stimmen stören würden (betrifft ausschließlich Klavier und Flügel, da man beim Cembalo die anderen Register ausschalten kann).
  • Einsatz eines elektronischen Stimmgeräts als visuelle Hör-Hilfe für das Einschätzen der richtigen Tonhöhe.
  • Ermitteln des für Ihr Instrument, Ihren Anspruch und Ihren Geldbeutel passenden Stimmgeräts.
  • Aus Fragen ohne Antworten ergibt sich Negativ-Stress. Ich biete Sofort-Stress-Minderung durch Interpretation von und Beratung bei Besonderheiten Ihres Instruments wie z.B. bei der Gleichzeitigkeit von Soll-Schwingungen und störender Neben-Schwebung verursacht durch unreine Saiten.

Weitere Informationen zu diesem Angebot finden Sie unter dem Link www.selberstimmen.de

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